Andruck vor Ort

Julia

In Gestalter-Alltag Posted

Wenn aus Pixeln Bücher werden

Die Buchgestaltung ist abgeschlossen, die Bilder und Texte sind gesetzt und korrigiert. Eigentlich ist der Gestalter nun fertig mit seiner Arbeit. Jetzt beginnt der physische Herstellungsprozess und kommt es darauf an, was die Druckerei daraus macht. Damit die Bilder, die im Ausstellungskatalog meist die wichtigste Rolle spielen, brillant, klar und möglichst originalgetreu gedruckt werden können, müssen die Druckdaten entsprechend angelegt werden.

Während des Gestaltungsprozesses werden die Bilddateien im Idealfall anhand der Originalwerke bearbeitet und mit Proofs, Testdrucken von der Druckerei, verglichen, so das die Anmutung der Bilder den Originalen entsprechen.

Antike Druck-Presse

Antike Druck-Presse

Wie kommen die Farben auf dem Originalpapier?

Wenn dann das Druck-PDF, angelegt mit den richtigen Profilen, bei der Druckerei ist, kann man als Gestalter noch einen wichtigen Schritt Richtung Qualitätssicherung gehen, und vor Ort den Andruck der Druckbögen kontrollieren. Das heißt konkret, dass die erfahrenen und fähigen Drucker ihre Arbeit tun und man die Druckbögen, aus denen schließlich das Buch hergestellt wird, Seite für Seite mit den Proofs vergleicht und schaut, ob die Farben und die Anmutung richtig getroffen sind. Bei Bedarf besteht jetzt die Möglichkeit Farben vorsichtig nachzusteuern.

Meine Erfahrung ist, dass die Druckereien sehr froh über eine Andruck-Abnahme sind und gerne Termine dafür vereinbaren. Denn so wird sichergestellt, dass im Nachhinein keine Reklamationen zu den Druckergebnissen kommen. Die Vor-Ort-Termine sind auch für mich eine Bereicherung: das Buch wird so schön, wie nur möglich, der Kontakt zu den Druck-Partnern in der Region wird gepflegt und überhaupt ist ein Tag ohne Computer vor der Nase auch sehr schön.