Siebdruck

Julia

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Wieso sieben?

Als ich das erste Mal von Siebdruck gehört habe, dachte ich der Name hätte mit der Anzahl der Druckfarben zu tun: sieben Farben…

Inzwischen weiß ich, dass es nicht um die Anzahl der Farben geht, sondern dass man mit Rahmen druckt, die mit Siebgewebe bespannt sind. Die Farben sind unbegrenzt. Es gibt fertig gemischte Farben zu kaufen, aber man kann diese problemlos untereinander zu neuen Tönen mischen.

Siebdruck

Siebdruck

Siebdruck-Vorgang

Die Siebe werden mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet. Ist diese getrocknet belichtet man das Sieb und legt dazu das Druckmotiv spiegelverkehrt auf das Sieb. Nach der Belichtungszeit ist die Emulsion ausgehärtet, nur das Motiv ist weich geblieben und kann mit Wasser ausgespült werden.

Das Sieb ist nun bereit zum Drucken. Man kann alle Materialien bedrucken, die sich flach auf den Drucktisch legen lassen: Holz, T-Shirts, Papppe, Metall, Papier, Stein… Je nach Farbe ist das Ergebnis wasserfest. Die einzige Einschränkung bei den Motiven ist, das keine Schattierungen gibt, sie müssen in schwarz/weiß darstellbar sein.

Print’s not dead

Der Siebdruck ist zwar etwas aufwendig, man benötigt einiges an Material, wie Chemikalien und auch den nötigen Werkstattplatz, aber es macht großen Spaß! Am besten lädt man ein paar Freunde ein, dann verteilt sich die Arbeit. Und man hat immer die nötige Anzahl von Händen, um zum Beispiel nach dem Rakeln das Sieb hoch zu heben oder die tropfende Farbe aufzufangen…